Als Praktikantin in einer Berliner Internetagentur

Am Morgen meines ersten Praktikumstages wurde ich früh wach. Kaum hatte ich die Augen aufgeschlagen, war sie da: die Aufregung. Ich guckte jede Minute auf mein Handy, um sicher zu gehen, dass ich auch wirklich pünktlich den Bus erwische, um nicht zu spät zu kommen. Mein Name ist Lara. Ich bin 15 Jahre alt und Schülerin auf einem Berliner Gymnasium. Ich will euch heute von meinem 14-tägigen Schulpraktikum in einer Internetagentur berichten.

 

Mein Herz pochte bestimmt doppelt so schnell wie sonst, als ich zum ersten Mal die Agentur in einer Remise auf einem Charlottenburger Hinterhof betrat. Doch die nett aussehende Sekretärin lächelte mich an und Oliver Sonntag, der Inhaber und Geschäftsführer der Agentur, führte mich herum und stellte mich den Mitarbeitern vor. Das Team würde ich mal als einen Mix aus Marketing-Typen und Programmierern beschreiben. Was die da alles machten, hat sich mir am ersten Tag allerdings noch gar nicht recht erschlossen.

Digitale Transformation und Storytelling? Wo bin ich denn hier bloß gelandet?!

Und so musste ich mich am ersten Tag erst einmal orientieren. Viele Fachbegriffe waren mir neu und ich musste erst einmal recherchieren, um sie besser zu verstehen: Dass digitale Transformation oder Digitalisierung eine Veränderung von Prozessen durch digitale Geräte und Funktionen bedeutet oder dass “Storytelling” eine bewusst eingesetzte Methode ist, bei der man das Produkt in den Hintergrund rücken lässt und eine Geschichte dazu in den Vordergrund, las ich in Zeitschriften, im Internet oder erfuhr ich durch Gespräche. Außerdem erklärte man mir, wie man in der Online-Welt Projekte angeht und welche Stufen man durchläuft bis zum endgültigen, marktfertigen Produkt.

Am zweiten Tag erhielt ich Gelegenheit, die Theorie praktisch umzusetzen. Stichwort: Storytelling! Storytelling wird dazu benutzt, den potentiellen Kunden ein Produkt auf unterhaltsame, emotionale Weise nahe zu bringen. In Geschichten kann man sich gut hineinversetzen, und man behält sie länger im Gedächtnis. Keiner hört sich gerne trockene Fachvorträge an, aber bei Geschichten sagt man nicht nein. Ich sollte also eine Geschichte schreiben, Thema: Mein Praktikum bei AI. gleich machte ich mich ans Werk und hatte schon bald eine grobe Stichpunktliste erarbeitet.

Bin dann mal im Meeting!

Dann wurde ich jedoch vom Schreibtisch weg gerufen. Ein Kunde war in die Agentur gekommen, und ich hatte Gelegenheit, bei der Besprechung dabei zu sein. Dabei lernte ich viel über die Arbeit in der Agentur. In der Besprechung ging es hauptsächlich um Content-Marketing. Dabei geht man konkret auf bestimmte Zielgruppen ein und versucht diese mit informativen, beratenden und unterhaltsamen Inhalten anzusprechen. Content-Marketing soll Mehrwert bieten und kann zum Beispiel die Form einer Ratgeberseite oder eines Lexikons haben oder sonstige für eine Zielgruppe interessante Informationen bereit stellen.

Am Folgetag durfte ich das Zeichentablett des Screendesigners ausprobieren und benutzen. Es war eine ganz neue Erfahrung für mich, da es doch ein ganz anderes Gefühl ist als mit Bleistift und Papier. Außerdem lernte ich, dass ein Content-Management-System eine Software zur Verwaltung und Pflege von Webseiten ist, die den Nutzern ermöglicht, gemeinsam Inhalte zu verfassen, zu bearbeiten und zu organisieren, und das ohne spezielle technische Kenntnisse. Es gibt viele Content Management-Systeme. ANTWORT:INTERNET benutzt zum Erstellen und Bearbeiten von Websites i.d.R. eines, dass sich “Contao” nennt. Leider konnte ich mich da nicht sehr tief hineinarbeiten. Dafür war dann die Zeit meines Praktikums einfach zu kurz.

Und noch ein Meeting!

An meinem letzten Praktikumstag saß ich bis kurz vor Schluss in einem mega langen Meeting mit einem Kunden. Da ging es um Konversionsraten-Optimierung, also in diesem Fall darum, wie man aus Besuchern einer Website Kunden macht. Es war sehr interessant, zu sehen, was alles berücksichtigt werden muss und wie unterschiedliche Meinungen oder Wünsche am Ende zu einer guten Lösung werden. Obwohl ich nun schon zwei Wochen hinter mir hatte, war ich immer noch etwas überrascht und verunsichert, wenn man mich mitten in der Besprechung nach meiner Meinung zu irgendeinem Thema fragte. Aber in Wirklichkeit fand ich es auch schon toll ;)

Schon zu Ende?

Und so bin auch ich am Ende meiner Geschichte und meines Praktikums. Ich habe viel Neues gelernt und gesehen, wie komplex Themen sind, die viele für selbstverständlich halten. Ich wusste vorher nicht, wie viel Arbeit und Zeit notwendig ist, um wirklich gute Inhalte ins Internet zu bringen und erfolgreich im Internet zu wirtschaften. Es war jedenfalls ein spannender Einblick in den Arbeitsalltag einer Internetagentur.

Ob ich später in dieser Branche arbeiten würde?

Hm… ganz ehrlich? Ich glaube, da muss ich noch ein paar Nächte drüber schlafen :) Die Eindrücke waren so vielschichtig und es gibt dort so viele verschiedene Berufsbilder unter einem Dach. Das muss ich sacken lassen. Meine Botschaft jedenfalls an alle da draußen, denen bald ein Schulpraktikum bevorsteht:

  • keine Angst haben,
  • sich auf das Thema einlassen und
  • so viel Wissen mitnehmen wie es geht

Diese Chance hat man nicht jeden Tag. Und macht euch vorher unbedingt schlau, ob ihr in der Firma auch wirklich eingebunden werdet und nicht nur in der Ecke sitzt oder Kaffee kocht. Dafür hatte ich zum Glück keine Zeit. Und da kocht sich doch tatsächlich jeder seinen Kaffee selbst. Da hatte ich großes Glück, war sehr nah an der Materie und konnte wirklich was mitnehmen.

Alles Gute, eure Lara!

Zurück


Weitere Artikel

Insbesondere wenn es darum geht, Spam-Attacken gegen Internetformulare zu führen, ist die dunkle Seite der Macht sehr stark. Es gibt dabei zwei Haupt-Leidtragende: Auf der einen Seite sind das die Unternehmen, also die Betreiber der Formulare. Die müssen immer wieder aufrüsten, um sich gegen Angriffe zu schützen. Auf der anderen Seite sind es die Kunden, also die Nutzer der Formulare. Die werden durch diese Aufrüstung mit immer neuen und teils skurrilen Hürden konfrontiert, sobald sie im Internet ein Formular ausfüllen und absenden wollen. Und da bin ich auch schon mitten drin im Thema, denn …

Wer heute im Internet wirtschaftet und sich dort präsentiert, der kennt in der Regel die Arbeit mit sogenannten Content Management Systemen. Wordpress, Drupal, Typo3, Joomla oder Contao gehören zu den in Deutschland am meisten verbreiteten Open-Source-Lösungen. Steht man vor der Entscheidung, welches System man für sein Projekt wählen soll, stellt sich immer auch die Frage nach der Planungssicherheit. Denn eine Software, die von ihren Entwicklern nicht sauber und vorhersehbar gepflegt und langfristig weiterentwickelt wird, kann ganz schnell zum Unsicherheits- und Kostenfaktor im eigenen Unternehmen werden.

Es ist mal wieder so weit! Unser Kunde, ENETS, die European Neuroendocrine Tumor Society, hält ihre alljährliche Konferenz ab. Dieses Jahr wieder in Barcelona. Und wieder vor Ort dabei: die ANTWORT:INTERNET-Konferenz-Software (mittlerweile das 11. Jahr in Folge!) und unser Projektleiter Marcus, der uns live einen ersten Status aus dem Kongresszentrum sendet: